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Recht / Zivilrecht 
Donnerstag, 06.10.2022

Umgangsrecht: Begleiteter Umgang in der Wohnung des Obhutselternteils vorübergehend möglich

Ein begleiteter Umgang kann vorübergehend in der Wohnung des Obhutselternteils stattfinden, wenn dies die Akzeptanz künftiger Kontakte zwischen dem Kind und dem umgangsberechtigten Elternteil erleichtert. Jedoch müssen das Obhutselternteil oder andere dritte Personen abwesend sein. So entschied das Oberlandesgericht Frankfurt (Az. 4 UF 11/22).

Das Amtsgericht Frankfurt hatte den Umgang des Vaters mit seiner fast dreijährigen Tochter geregelt. Im Wesentlichen wurde dem Kindesvater ein begleiteter Umgang jeden Mittwochnachmittag in den Räumen des Trägers der Jugendhilfe eingeräumt. Gegen diese Entscheidung richtete sich die Beschwerde der Kindesmutter. Sie war mit der Umgangsregelung nicht einverstanden.

Das Oberlandesgericht kam den Bedenken der Kindesmutter dadurch entgegen, dass es den Ort des begleiteten Umgangs in die Wohnung der Kindesmutter verlegte. Damit solle eine höhere Akzeptanz für die Durchführung des Umgangs des Kindesvaters mit dem Kind geschaffen werden. Das Gericht ordnete aber zugleich an, dass während des begleiteten Umgangs die Kindesmutter selbst oder andere sich sonst dort mit ihrem Einverständnis aufhaltende Personen abwesend sein müssen.

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